So funktioniert das Dinosaurier-Spiel für Menschen mit Sehbehinderung
Das Dinosaurier-Spiel aus Google Chrome ist nicht gerade augenfreundlich. Der T-Rex ist nur ein paar Dutzend Pixel groß, die Kakteen sind grau auf Weiß, und je länger du durchhältst, desto schneller wird die Strecke. Diese Seite haben wir für alle gebaut, die das Spiel mögen, das Original aber schlecht erkennen oder kaum rechtzeitig reagieren können. Sie läuft direkt im Browser: nichts installieren, kein Konto anlegen.

Das Spiel vergrößern
Mit den Größen-Knöpfen wird die Spielfläche bis zu dreimal so groß. Das Bild wird als Ganzes skaliert: Dino, Hindernisse und Punktestand wachsen gemeinsam und behalten ihre scharfen Pixelkanten. Der Haken daran: Je größer das Bild, desto weniger siehst du von der Strecke vor dir, und desto weniger Zeit bleibt, um zu erkennen, was kommt. Wird es zu knapp, kombiniere eine größere Ansicht mit einem langsameren Tempo und lass die Warnungen eingeschaltet. Auf schmalen Bildschirmen gibt es weniger Größen, weil die Strecke sonst zu kurz zum Spielen wäre. Am Handy schaltest du die größeren Stufen frei, indem du es quer hältst.


Farben, die du gut erkennst
Die Standardfarben richten sich nach dem hellen oder dunklen Modus deines Geräts. Die drei anderen Farbschemata lassen die blassen Wolken weg und zeichnen alles Wichtige in kräftiger Vollfarbe: Schwarz auf Weiß, Weiß auf Schwarz oder Gelb auf Schwarz. Viele Bildschirmlupen bieten Gelb auf Schwarz an, weil manche Menschen das als angenehmer empfinden als reines Weiß auf Schwarz. Auch die Knöpfe und Texte rund um das Spiel wechseln mit. Fordert dein System von Websites mehr Kontrast an, wie es die Einstellung „Kontrast erhöhen“ auf Mac, iPhone und iPad tut, öffnet sich die Seite von selbst in einem kontrastreichen Farbschema.




Warnungen zum Hören, Sehen und Fühlen
Kommt ein Hindernis auf dich zu, bekommst du genau dann ein Signal, wenn du reagieren musst. Ein aufsteigender Zweiklang heißt: springen. Dasselbe Wort erscheint in großen Buchstaben über dem Spiel, und Handys mit Vibration geben einen kurzen Brummer. Fliegt doch einmal ein Vogel auf Kopfhöhe, fällt der Ton ab statt zu steigen, und der Hinweis lautet „Ducken“. Bei den Geschwindigkeiten auf dieser Seite fliegen die Vögel allerdings tief, du musst also fast immer springen.
Die Warnung hängt nicht an einem festen Abstand. Für jeden Kaktus und jeden Vogel misst die Seite, wie schnell er sich tatsächlich bewegt, berechnet, wie lange der T-Rex in der Luft bleibt und wie breit das Hindernis ist, und gibt das Signal so früh, wie es zu deiner gewählten Reaktionszeit passt: schnell, mittel oder entspannt. Prallst du beim Absprung immer wieder gegen Kakteen, wähle eine entspanntere Stufe. Landest du auf ihnen, eine schnellere. Folgen zwei Hindernisse dicht aufeinander, wartet die zweite Warnung, bis der Dino gelandet ist, denn ein Sprung in der Luft bewirkt nichts.

Solange der T-Rex läuft, hörst du leise Schritte im Takt. In der Luft verstummen sie, so merkst du am Klang, ob ein Sprung noch andauert. Für die Schritte und die Lautstärke gibt es eigene Einstellungen.
Sonar für alle, die den Bildschirm nicht sehen
Schalte in den Toneinstellungen das Sonar ein, dann erklingt ein leiser Ton, solange ein Hindernis auf der Strecke ist. Er beginnt tief, sobald das Hindernis auftaucht, und steigt, je näher es kommt. So hörst du, wie viel Zeit noch bis zum Warnton bleibt. Kakteen klingen weich, Vögel leicht schnarrend. Ab Werk ist das Sonar aus, weil es sehende Spieler meist eher ablenkt.
Langsam ab der ersten Runde
Das Spiel startet im langsamen Modus: niedrigeres Anfangstempo, niedrigere Höchstgeschwindigkeit, sanftere Beschleunigung, größere Abstände zwischen den Hindernissen und ein längerer, schwebenderer Sprung. „Sehr langsam“ geht noch weiter und stellt nie mehr als zwei Kakteen hintereinander. „Zügig“ ist für alle, die den Dreh raushaben.
Außerdem haben wir den Wechsel von Tag zu Nacht abgeschaltet. In Chrome wird nach ein paar Hundert Punkten plötzlich der ganze Bildschirm schwarz, und das kann einen ganz schön erschrecken. Hier bleiben die Farben die ganze Runde über so, wie du sie eingestellt hast.
Tastatur, Maus, Touch und Screenreader
Jede Funktion hat eine eigene Taste, die Liste steht über diesem Text. Die großen Knöpfe zum Springen und Ducken unter dem Spiel funktionieren mit Maus, Finger, Kopfmaus oder einem Taster, der Knöpfe auslöst. Das Spiel selbst erreichst du mit Tab, und Screenreader sagen an, was es ist und welche Tasten du brauchst.
Der Screenreader meldet außerdem, wenn ein Spiel beginnt, pausiert oder endet, zusammen mit deinem End- und Rekordstand. Auf Wunsch wird der Punktestand alle 100 Punkte vorgelesen, entweder vom Screenreader oder laut von der eingebauten Stimme des Browsers. Rekord und alle Einstellungen werden in diesem Browser gespeichert, beim nächsten Mal ist das Spiel also gleich so eingerichtet, wie du es magst.
Wechselst du in einen anderen Tab oder eine andere App, pausiert das Spiel und wartet, bis du die Leertaste oder „Weiter“ drückst. Du kommst also nie in eine Runde zurück, die schon ohne dich läuft.

Sag uns, was wir verbessern sollen
Wir entwickeln diese Seite nach den Rückmeldungen der Spielerinnen und Spieler weiter. Ist etwas schlecht zu erkennen, zu schnell, zu leise oder mit deinem Screenreader verwirrend, schreib an [email protected]. Nenne dein Gerät und deinen Browser, deine Einstellungen und was schiefgelaufen ist. Eine Zeile reicht völlig.
Herkunft und Lizenz
Eine Fan-Version des Offline-Dinosaurier-Spiels aus Google Chrome, aufgebaut auf dem quelloffenen Chromium-Code des Spiels (BSD-Lizenz). Steht in keiner Verbindung zu Google und wird nicht von Google unterstützt.